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Eine
Übersicht zu
Die
Alten Schachteln
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Die
Alten Schachteln
- Wie den meisten nun bekannt sein dürfte, hat die künstlerische Karriere von zwei der drei Alten Schachteln ihren unwiderruflichen Abschluss gefunden. Innerhalb weniger Wochen sind HELEN VITA und EVELYN KÜNNEKE von ihrem schweren Leiden erlöst worden, dem sie lange und tapfer nach dem Motto »Kopf hoch und weiter« getrotzt haben.Bei aller Trauer um die grossartigen Künstlerinnen soll es ein Trost und Vorbild für andere sein, dass beide bis zuletzt nicht ihrer Krankheit nachgegeben haben, sondern voll mit Plänen für kommende Auftritte waren...
Nachfolgende Zeilen sind heute leider Geschichte, aber
sicher ist, dass DIE ALTEN SCHACHTELN in den Herzen ihrer
großen Fan-Gemeinde unvergessen
bleiben.
-
- Seit
1996 touren sie im deutschsprachigen In- und Ausland,
sind längst ein geradezu nationaler Begriff
geworden, gehören zu den erfolgreichsten deutschen
Tourneeproduktionen der letzten Jahre: Brigitte
Mira,
Evelyn
Künneke
und Helen
Vita
als die »drei alten Schachteln«.
- Obwohl
alle als Solokünstler aktiv und bekannt waren,
entwickelten sie die Idee von gemeinsamen Auftritten -
ursprünglich standen dabei Vorstellungen eines
Diseusen-Quartetts unter dem Arbeitstitel »Grand mit
vier Damen« im Raum. Das gplante Quartett wandelte
sich zum Damentrio mit versierter musikalischer
Begleitung durch die Flügelmänner
Harry Ermer und Frank
Golischewski.
- Eine
erste Version des Projektes war in der Berliner »Bar
Jeder Vernunft« zu erleben - in kürzester Zeit
wurden diese Auftritte zur Legende mit
Kultstatus.
- Evelyn
Künneke
- Die
»Callas der Subkultur«, 1921 in Berlin
geboren, fing eigentlich klassisch an: Als Tochter
Eduard Künnekes, des Berliner
Operetten-Königs, in Berlin und in den USA
aufgewachsen, bekam sie Klavier- und
Gesangsunterricht, eine Schauspielausbildung und
machte ihr erstes Deutsches und Englisches
Staatsexamen. Ihre große Karriere aber begann
1942 mit dem Plattenerfolg von »Sing, Nachtigall,
sing«, in den 50er Jahren folgten sieben goldene
Schallplatten mit auch heute noch berühmten Hits.
Nebenbei machte sie auch als Jazzerin von sich reden
und tourte mit namhaften Big Bands durch die
Welt.
- 1975
bescherte ihr ein Auftritt in Onkel Pö's Carnegie
Hall ein fulminantes Comeback, sie brachte LPs und CDs
auf den Markt, hatte eigene TV-Shows im WDR, SFB und
NDR, zahlreiche TV-Auftritte in ARD, ZDF und im
Ausland. Als redegewandte, immer interessante
Gesprächspartnerin ist sie in vielen Talk-Shows
geschätzt, und dazu meint sie selbstironisch:
»Ich bin die
Talkshow-Queen«.
- Brigitte
Mira
- Die
1910 in Hamburg geborene Künstlerin gehört
in Film und Fernsehen zu den beliebtesten großen
Volksschauspielerinnen, doch ihre Karriere begann
eigentlich auf der Operettenbühne. Bereits mit 16
debütierte Brigitte Mira als Sängerin Nach
dem Krieg wurde sie von Walter Felsenstein an die
Komische Oper in Berlin (Ost) verpflichtet,
gehörte über längere Zeit den beiden
berühmtesten Berliner Kabarett-Ensembles an:
Willi Schaeffers »Kabarett der Komiker«
(KaDeKo) und den »Insulanern« und gab
diverse Bühnengastspiele.
- Ihre
zweite, große Karriere begann mit Rainer Werner
Faßbinder. Der holte sie aus der Zadek-Revue
»Kleiner Mann, was nun?« und besetzte sie in
dem heute legendären Streifen »Angst essen
Seele auf«. Mit diesem vielfach ausgezeichneten,
auf der ganzen Welt gefeierten Film ging es für
die Mira steil bergauf. Weitere Rollen in »Acht
Stunden sind kein Tag« oder »Drei Damen vom
Grill« begründeten ihren neuen Ruhm als Frau
mit Herz und Berliner Schnauze.
- In
den letzten Jahren ist die mit dem Bundesfilmpreis und
dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Brigitte Mira
immer wieder im Film und Theater zu erleben und tritt
dazwischen gelegentlich als Diseuse solistisch
auf.
- Helen
Vita
- 1928
in Hohenschwangau geboren, wuchs Helen Vita nach der
Emigration aus Nazi-Deutschland ab 1939 in Genf auf,
erhielt dort Schauspiel- und Gesangsunterricht. Ihr
Bühnen-Debüt gab bereits mit 16 Jahren in
Genf und anschließend in Paris. Nach Engagements
am Zürcher Schauspielhaus ging die vielseitig
begabte Künstlerin an Kabarettbühnen in
Zürich und München, wo sie u.a. auch auf
Friedrich Hollaender und Erich Kästner traf, der
für sie schrieb. Als Diseuse trat sie in
Kabaretts, in den prüden 60er Jahren auch mit
ihren »frechen französischen Chansons«
auf, die verboten wurden und gleichzeitig zweimal den
Preis der deutschen Schallplattenkritik
erhielten.
- In
über 60 Filmen und zahlreichen Fernsehserien zu
erleben, gehören zu ihren zahlreichen
Bühnen-Auszeichnungen, u.a. der »Salzburger
Stier« und der »Deutsche
Kleinkunstpreis«. Neben ihren Auftritten mit den
Alten Schachteln sie regelmäßig mit
Soloprogrammen auf Tournee. Helen Vita lebt heute
hauptsächlich in Berlin.
- Die
Flügelmänner
- Die
Flügelmänner der Damen sind Frank
Golischewski,
1960 geboren im Ruhrgebiet, als Pianist, Journalist,
Schauspieler, Kabarettist, Konzeptionist, Manager
tätig und solo mit eigenen Programmen unterwegs,
sowie Harry
Ermer,
geboren 1963 in Landau/Pfalz. Mitglied der Orchester
Berliner Wintergarten und Theater des Westens,
Lehrbeauftragter für Musical an der Hochschule
der Künste in Berlin.
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