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Eine
Übersicht zu
Christian
Wolz
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CHRISTIAN
WOLZ
V
O C A L - A R T
MUSIK-AVANTGARDE
Ich
bin ein Medium und benutze dafür die Stimmkunst, die in
Verbindung mit elektroakustischen Mitteln eine Kombination
ergibt, die für mich den Zusammenfluß von
Realität und Phantasie darstellt. Es entstehen Bilder,
die Ausdruck meines alltäglichen Lebens sind. /
Christian Wolz
Christian Wolz ist Komponist und Musiker für
Vokalkunst und elektroakustische SOUND-ARBEIT mit Stimme. Er
arbeitet fast ausschließlich mit seiner Stimme, dem
unmittelbarsten akustischen Instrument, das gleichsam die
sensitive Membran des Körpers ist und dadurch die
jeweiligen Gefühlslagen ganz direkt zum Ausdruck
bringt.
Ausdrucksformen
der Vokalkunst sind:
Vokaltechnik - Glossolalie (Zungenreden) - Symbolsprache -
Linguallaute - Neologismen (Wortneubildungen) - Gesang -
Sprechgesang!
Neue
Formen der Sprache und des Gesanges, kombiniert mit alten
und herkömmlichen Sprachmustern, wie Musikstrukturen
unterschiedlichster Kulturen sind bei Christian Wolz das
Kommunikationsmittel der Musik-Avantgarde. Er arbeitet mit
elektroakustischen Mitteln und benutzt eigentliche
Hilfsmittel, wie z.B. das Mikrofon, als eigene Instrumente.
Seine Arbeit besteht aus Konzeption und Improvisation.
Es werden neue musikalische Akzente gesetzt,
herkömmliche Musikstile mit neuen verbunden und diese
auch gebrochen.
- Weg
von der steifen, klassischen Schule / emotionale
Improvisation hat hier Vorrang!
CHRISTIAN
WOLZ / BIOGRAPHIE
Nicht
effekthaschender Vokalartist, sondern überzeugter
Künstler in einer Symbiose der Künste: Fotograf,
Instrumentalist, Sänger, Darsteller und Regisseur in
einer Person, entwickelt Christian Wolz seit vielen Jahren
seine eigene Ausdrucksform - skurril, avantgardistisch,
experimentell, emotional und intim, ein Sinnbild seiner
Seele, seines Lebens.
Im
niedersächsischen Vechta geboren und seit langem in
Berlin lebend, bewegen sich seine Werke in dem Zyklus von
Geburt, Leben und Tod - gleich ob er eine
Bühnenperformance, eine Fotoausstellung oder eine CD
entwickelt. Jede künstlerische Äußerung ist
Facette dieses Urthemas und kann in sein Gesamtwerk
eingebunden werden: die Auseinandersetzung mit dem
täglichen und darum mittlerweile so gewohnten Wahnsinn
des Daseins.
Obwohl
aufgrund seiner musikalischen Ausdrucksweise nahezu
unvermeidlich, lehnt er die so häufigen Vergleiche mit
Diamanda Galas entschieden ab. Zwar arbeiteten beide an
ähnlichen Themen und seien ähnlich
kompromißlos und extrem, aber in seiner
künstlerischen Entwicklung geprägt wird Christian
Wolz nur von Christian Wolz.
Christian
Wolz: Sein Werk
1988 entstehen die ersten beiden Foto-Musik-Projekte (CITOMA
und CO DORA - ICH LEBE) einer Trilogie, die die
Auseinandersetzung mit dem individuellen Ursprung eines
Menschen, dessen Leben, dessen Schizophrenie und dessen Tod
darstellt.
- 1989
beendet Christian Wolz die Dia-Projekt-Trilogie mit der
Arbeit O-CIAN-E = DIE Mutter DER. Er ist Gasthörer
an der Hochschule der Künste / Berlin am Fachbereich
für Visuelle Kommunikation. Es folgt eine
musikalische und fotografische Arbeit zum Thema AIDS
(Diafilm I = EXEKUTION; Christian Wolz arbeitet zu dieser
Zeit - insgesamt für eineinhalb Jahre- im ersten
AlDS-Pflege-Team in Berlin).
- Anfang
1990 erarbeitet und konzipiert er eine Foto-Ausstellung
(NOVEMBER); im Frühjahr gründet er das Atelier
GIFT, Atelier für art-music-photography.
Es folgt der 2. Diafilm (ISOLABELLA - Die schöne
Isolierte oder die schöne Insel), mit dem Christian
Wolz die Arbeit seiner Diaprojekte abschließt.
Zu Beginn 1991 arbeitet er für 3 Monate im
Künstlerhaus Bethanien / Berlin an einem
Foto-Skulpturen-Konzept.
Erstmalig tritt Christian Wolz im Februar 1991 mit seiner
Stimm-Performance «ägide-aggression« in
der HdK/Berlin auf. Es folgen Auftritte mit dieser Arbeit
in verschiedenen Berliner Clubs und Galerien.
Im Sommer 1991 finden mehrere Improvisations-Konzerte mit
verschiedenen Musikern statt.
Es folgen Auftritte im Ratibor-Berlin mit seinen Arbeiten
«ägide-aggression« und «Tonerzeuger
STIMME!«, sowie die einmalige Aufführung der
Performance «Predigt für HÖHERE
TÖCHTER« in der Berliner Galerie LOU LOU
Lasard.
Er arbeitet mit verschiedenen Percussionisten zusammen,
die seine Arbeiten «DEFORMATION« und
«DÄMONIUM/SATANAS/LUZIFER« musikalisch
unterstützen.
Im Herbst 1991 findet ein Gemeinschaftsprojekt mit
verschiedenen Künstlern aus dem Musik- und
Tanzbereich statt; es handelt sich um eine
Dokumentationsarbeit über den Lindentunnel in
Ostberlin, welche von der Initiative«Freunde Guter
Musik Berlin e.V.« in Auftrag gegeben wurde. Die
öffentliche Präsentation folgt im Januar
1992.
Es folgen Auftritte in Köln zur «Art Cologne 91
« mit der Arbeit «DSL« und weitere
Auftritte in Berlin.
- Christian
Wolz arbeitet an einer Trilogie (helexium i-an dlVoNDo
mestrum - der mensch ist licht und finsternis), dessen
Inhalt die Auseinandersetzung mit dem menschlichen
Lebenszyklus ist, es handelt sich hier um einen Teil
seines -work in progress-.
Im April 1992 produziert er den ersten Teil der Trilogie
(EL CASTATA - Die Geburt); die Erstveröffentlichung
dieser CD-Produktion ist im Juli 1992.
Es folgen mehrere Auftritte in Westdeutschland, unter
anderem auf der DOCUMENTA IX 1992 in Kassel mit der
Konzert-Performance «EL CASTATA«, die zu diesem
Anlaß uraufgeführt wird.
Im Rahmen von HOMOLULU 1992 in Berlin, produziert
Christian Wolz die Musik zu einem Video von Wilfried
Laule. Es folgt ein Auftritt auf der POPKOMM 92 in
Köln, der einen Ausschnitt seiner derzeitigen
Arbeiten beinhaltet.
Er beteiligt sich an einer Gemeinschaftsausstellung an
der HdK / Berlin, die den Titel trägt: «ERST
MAL WAS AUFS MAUL (Ausstellung über die Gewalt gegen
Homosexuelle) mit der Arbeit «ägide-aggression
111« (eine Klanginstallation).
In Zusammenarbeit mit der Initiative «Lindentunnel
e.V.« und dem Sender Freies Berlin findet das erste
Konzert im Lindentunnel Berlin statt.
- 1993
folgen mehrere Auftritte mit seiner Konzert-Performance
«EL CASTATA« in Westdeutschland und
Ostdeutschland, sowie in den Niederlanden.
Von Juni bis August 1993 arbeitet Christian Wolz an der
Studio-Arbeit ~devil intus mestra de la fore - Lied eines
Wahnsinnigen«; die Erstveröffentlichung dieser
CD-Produktion ist im November 1993.
Erstmalig führt er die Live-Performance «devil
intus mestra de la fore« im Juli 1993 in Amsterdam
auf. Es folgen Auftritte mit dieser Arbeit in
Brügge, Brüssel und Berlin.
- 1994:
Christian Wolz arbeitet seit 1992 an seiner
Avantgarde-Opera «COR« (das Herz - eine sehr
konkrete Auseinandersetzung mit AIDS), die vom Senat
für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin
gefördert wird. Er beendet dieses Werk im
Frühjahr 1994. Die Uraufführung findet am
21.04.1994 im Theater am Halleschen Ufer, Berlin
statt.
Christian Wolz erarbeitet zusammen mit Irena Kulka
(Butho-Tänzerin) aus der Schweiz eine
Tanz-Musik-Performance, die den Titel «Die
Wand« trägt.
Im September 1994 ist die Erstveröffentlichung
seiner CD «COR« (Live-Mitschnitte der Berliner
Aufführungen).
- 1995
Auftritte mit «COR« im Künstlerhaus
Mousonturm, Frankfurt
1. Stereo-Akustik-Performance «ASPHYXIE - drohender
Erstickungstod durch ungenügende
Sauerstoffzufuhr«/ Uraufführung: Theater am
Halleschen Ufer, Berlin
Auftritte mit «devil intus mestra de la fore«
beim Festival «Voices« in Innsbruck und in der
Parochialkirche, Berlin
Auftritt mit «COR«: Junges Theater,
Bremen
- 1996
Gast bei «Deine Lakaien« auf ihrer
Deutschlandtoumee
Gast beim Hörspiel «Animalia« von Grace
Yoon / SFB
Auftritt mit «devil intus mestra de la fore« im
Völkerschlachtdenkmal, Leipzig
Studio-Produktion mit Hermann Beesten jr. «TAMADIUM
- Seelenzustände«
Verschiedene Radio-Features zum Thema AIDS / WDR und
BR
- 1997
2. Stereo-Akustik-Performance «30« /
Uraufführung: Eimer, Berlin
multimediale Live-Performance «schmerzarie« /
Uraufführung: Theater am Halleschen Ufer, Berlin
CD-Produktion «schmerzarie«
- 1998
Gast bei Melinda Kumbalek / CD-Produktion «Sweet
Hallucinations Of A Distant World (ashim - Sequencia -
falla mangata)«
24 Kurzperformances «no« / Festival: testlabor:
ZivilisationAntizivilisation98, Schloß
Bröllin
CD-Produktion «AzA-DOMANA/H/ERTUM - wir leben und
sterben« (2. Teil der CD-Trilogie «helexium
i-an diVoNDo mestrum - der mensch ist licht und
finsternis«)
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