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Eine
Übersicht zu
Fabian
& Detektive
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FABIAN
und Die Detektive
Neulich,
im tiefen Ostwestfalen, irgendwo bei Paderborn. »Fabian
und Die Detektive« entwickeln das eigenwillige Konzept
der Gruppe: »Swing noir«.
Mit den akustischen Instrumenten Gitarre, Kontrabaß
und Akkordeon werden melancholische Chansons und
beschwingter Swing à la Zigano geboten; Sounds in der
Tradition
Django Reinhardts
verschmelzen mit französischen Musette-Klängen.
Garniert sind die Melodien mit bitterbösen und
schaurig-schönen Texten. Mit schwarzem, sarkastischem
Humor werden menschliche Neugierde, Konsequenzen für
Selbstmörder und andere Alltäglichkeiten des
Lebens aufs Korn genommen, aber auch ganz humorlos harte
Themen angegangen.
Der Name der Gruppe erinnert an Kästner, nicht
nur wegen der Anspielung auf den weltberühmten
Jugendroman: Erich Kästner hat seine ersten
schriftstellerischen Erzeugnisse unter dem Pseudonym Ernst
Fabian veröffentlicht. Aber genausowenig, wie die Texte
der Detektive jugendgeeignet im kästnerschen Sinne
sind, leitet sich dieser Vorname von Kästner ab: der
Komponist und Texter Fabian Lau heißt nun mal so.
Und doch findet sich Gemeinsamkeit: Kästners heimliche
Liebe war immer das Kabarett - FABIAN
und Die Detektive präsentieren Kabarett, wie
Kästner es gemocht
hätte.
FABIAN
LAU
ist der »Patron« und spiritus rector der
Detektive. Geboren 1962 in Heidelberg, lernt er im zarten
Alter von sieben Jahren die ersten Gitarrengriffe (
Gerüchten zufolge von Zigeunern), verfaßt mit 13
erste eigene Kompositionen und Texte, stellt mit 17 das Lied
»Meine Schulzeit« der staunenden
Öffentlichkeit vor. Fliegt von der Schule und jobbt als
Krankenpfleger. Auf einer Weihnachtsfeier der
Städtischen Kliniken führt er das Chanson
»Willkommen auf der Intensivstation« auf. Nach der
fristlosen Kündigung verlegt er seinen Wohnsitz ins
Frankfurter Bahnhofsviertel und wird dort selbständig
tätig. Fragen nach dem Beruf überhört er,
gibt aber zu, wieder in Swingcombos zu spielen. Tourt durch
Europa. Als einziger Überlebender eines Busunfalls hat
er im Krankenhaus die Muße, den Titel »Das Leben
geht weiter« und andere Lieder zu schreiben. Lernt nach
dem endgültigen Abschied vom Bahnhofsviertel seine Frau
kennen und zieht zu ihr nach Paderborn, um in der
ostwestfälischen Metropole so emanzipatorische
Stücke wie »Bin ich nicht ein wunderbarer
Mann« und andere schöne Texte zu
schreiben.
Intermezzo
»Als
wir im Herbst 1992 mit dem Zirkus in Paderborn
gastierten, brachte einer der chinesischen Artisten nach
der abendlichen Kneipentour FABIAN mit zum Lagerplatz.
Als ich später mit der Abendkasse am
Artistenquartier vorbeikomme, höre ich zum ersten
Mal Fabian´s Lieder. Es war um mich geschehen, und
kurz darauf gab es Fabian und Die Detektive.«
Die LeserInnen, die bis jetzt folgen konnten, werden
natürlich als richtige Detektiv-Freunde Fragen
haben:
1.
Welcher Zirkus gastierte in Paderborn?
2. Was suchen chinesische Artisten in dem Szenarium?
3. Wer erzählt denn diese Geschichte?
HERR
HORMES
erzählt. Die dritte Frage ist somit geklärt, die
beiden anderen lösen sich beim Lesen seiner Vita: 1959
als Carsten H. in Paderborn geboren, zeigen sich mit einer
Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und
anschließender Tätigkeit als
Geschäftsführer des Fremdenverkehrsvereins
»Egge« Ansätze für einen ordentlichen
Werdegang. Dann kommt´s: Herr H. erliegt den
Verlockungen der Rock´n Roll - Szene, wird Bassist in
diversen Formationen, nebenher örtlicher
Konzertveranstalter mit eigener Konzertagentur, wird 1986
Preisträger des Bundesrockfestivals. Danach
Kontrabassist beim BSO (Bundes Sozial Orchester), dann
Bassist bei »Cliff Barnes & The fear of
winning«. Nach ausgiebigen Tourneen 1991 auf Entzug:
Ende seiner Rock´n Roll - Ära. Fliegender Wechsel
zu den Artisten unter der Zirkuskuppel - ratlos, wie ihn die
Akrobatik machte, wurde er im Zirkus lieber Pressesprecher.
Es war der »Chinesische Nationalcircus«. Da nun
soweit alles beantwortet ist, sind in Kürze noch einige
Sätze zu
- Roman
D. Metzner
angezeigt. Als Gelegenheitsdetektiv ist der in Köln
beheimatete frankophile Multi-Instrumentalist fürs
Gebläse und die Tasten zuständig und verleiht
den Detektiven und der Musik den unnachahmlichen
romanischen Charme. 1963 geboren, hat er mit Fabian
einige Zeit in Köln verbracht und mit diesem den
Bedarf an Zigano-Swing in der Domstadt befriedigt. Ein
gefragter Studiomusiker, frönt er in der freien Zeit
seiner heimlichen Leidenschaft als Leiter des
städtischen Akkordeon-Orchesters Brilon ?!
(Letzteres - wie einiges andere zu den Personen der
Handlung - ohne Gewähr!)
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