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Das Böse Ding
»… sind die vier vorzüglichen Instrumentalisten...« (Deutschlandfunk)

Wolfgang Ekholt - Schlagzeug, Bassgitarre
Jan Klare - Altsaxophon, Klarinette, Flöte, Elektronik
Hartmut Kracht - Kontrabass, Bassgitarre
Tom Lorenz - Vibraphon, Glockenspiel, keyboard

»Jazz heißt ihr Stil, oder Rock, oder Swing, oder Punk, oder Free Jazz, oder sonst wie. Parker, Ellington, Hampel, Coleman kennen sie - Gentle Giant, Yes, Genesis, The Who haben auch Einfluss gehabt. Schubladen funktionieren auch für dies Combo. Nur hat ihr Schrank gleich einhundert davon - immer hochmusikalisch und auf einem instrumentalem Niveau, dass selbst die »Jazzpolizei« nicht die rote Karte zu zücken wagt.« (Günter Hottmann, Chefredakteur Jazz / HR)
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Nachfolgende Zeilen sind im wesentlichen einem Artikel von Christoph M. Berndt entnommen...

Eine Komposition der Debüt-CD 1994 gibt zunächst dem Album den Titel, wird dann zum Namen der Band erkoren, »DAS BÖSE DING« ist getauft. Den Paten gab für die erste CD der Londoner Tausendsassa Dean Broderick: der schneiderte seine Kompositionen dem Quartett auf die Seele, steuerte zusätzlich Inspiration auf der Melodica bei, ein Konzeptalbum entstand, ä la Vivien Westwood für die Ohrmuscheln.
Ursprünglich eher prosaisch das Jan Klare/Tom Lorenz Quartett geheißen, existiert DAS BÖSE DING seit fünf Jahren in Deutschland und Europa. Im Quartett verzücken und verunsichern Jan Klare, Saxophon, Tom Lorenz, Vibraphon, Hartmut Kracht, Bass, und Wolfgang Ekholt, Drums, die Jazzgemeinde. Gewinnen Kritik und Publikum für sich, machen den Ersten Preis beim »Dortmunder Jazzmatch«.
Mit hohem handwerklichem Vermögen tritt DAS BÖSE DING vor sein Publikum. Will konzeptionell die egozentrische Ausgangssituation des Beziehungsgeflechts zwischen Musikern und Hörerschaft aufbrechen. »Wir machen musikalisches Entertainment auf seriöser Ebene«, erläutert Jan Klare, »Ausgangspunkt sind konstruierte musikalische Bausteine, die im Konzert frei improvisiert, in einen neuen, einmaligen Zusammenhang gebracht werden«. Hier ist eine Viererbande am Werk, die intelligent revoltiert gegen feinstpoliertes musikalisches Einerlei virtuos getunter Retrolazzer.
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  Für den erfahrensten Musiker des Quartetts, Schlagzeuger Wolfgang Ekholt, ist klar: »Die spannendste Musik seit langem«. Ekholt, in Deutschland seit den 70er Jahren als Schlagzeuger mit Kenny Wheeler, Joachim Kühn, Wolfgang Enetfeld u.a. bekannt, schätzt am BOSEN DING besonders die »geplanten« Überraschungen. Scheinbar ein Widerspruch in sich, der aufgelöst wird durch die Praxis im Konzert. Ekholt: »Wir sind z.B. nicht von vorneherein festgelegt auf zeitbezogenes oder freies Spiel, unser Spiel ist immer ein dynamischer Prozeß, der zwar probierte und komponierte Bausteine hat, die jedoch immer aufs neue miteinander kombiniert oder gänzlich anders gestaltet werden«.

Unterhaltung und künstlerischer Anspruch der Musik begegnen sich bei Jan Klare gleichberechtigt. Auf der Bühne, mitten im Leben, spielt die Musik, und sie tut es nicht ohne das Wechselspiel mit den Stimmungen, Gerüchen, Geräuschen, Farben, die in der Situation vorhanden sind. DAS BÖSE DING entwirft seine konzertante Farbe, einem Chamäleon gleich, auch gemäß den Reaktionen, Stimmungen, (falschen) Erwartungen des Auditoriums.»Es kommt nichts aus deinem Horn, was du nicht gelebt hast«, dieser über Charlie Parker kolportierte Satz gilt besonders auch für DAS BOSE DING. Im Begriff »Eingeborenenmusik« - den er auch in der Arbeit mit den TOYTONES oder mit SUPERNOVA pflegt - verbirgt sich für Jan Klare die selbstbewusste Entscheidung, ein »Hiesiger« zu sein. Ein Musiker, den viele musikalische Expeditionen nach England und den Niederlanden biographisch beeinflußten. Klare legt Wert auf die real existierenden Eigenarten und Eigenwilligkeiten des deutschen, des europäischen Jazz, jedes Musikers, er zählt nicht zu jenen, die während jedes Solos auf die Kollegen jenseits des Großen Teichs schielen.

»Für mich sind die besten Konzerte die, bei denen ich die ursprüngliche Begeisterung spüre, die mich einmal bewogen hat, überhaupt mit dem Musikmachen anzufangen«. Hartmut Krachts Anspruch an die Musik und sich selbst ist extrem: »Bei jedem Konzert mit DAS BÖSE DING ist dies der Fall«, seine schwarzgewandete Rolle als »Böser Mann« am Kontrabaß lebt von Kompromißlosigkeit und unbändiger Begeisterung für die Musik, getrieben von Puls eines großen Herzens. Diese Überzeugung bringt er auch in andere Gruppen ein, so z. B. beim Quartett Sonnenschein.

Aus dem Rheinland stammt Tom Lorenz, dessen Diktion auf dem Vibraphon ihn so ganz und gar gegen den Strich bürsten läßt: »lch suche eigentlich nach Wegen, die dem Instrument „Hinterhältiges", „Böses" entlocken«. Lorenz weiss um die Crux seines Instruments, immer Schönklang zu verbreiten, seine Stilistik enthält sich deshalb süß perlender Arpeggien, er zieht spannungsgeladene enge Lagen der Akkorde und Blockakkorde vor.

Mit der Volljährigkeit begann zunächst sein Weg zum Schlagzeug, die akademische Ausbildung zum Schlagwerker folgte.»Mir fiel auf, daß ich als Schlagzeuger den melodischen Linien der Frontleute ins Detail folgte, die Entscheidung fürs melodiefähige lnstrument war fällig. Das Studium der Aufteilung der Zeit«, formuliert Lorenz, »bekam seine Ergänzung um den Klang, die Melodie.« Für Lorenz ist »das Vibraphon die ideale Verquickung aus Rhythmus und Klang, bietet eine (noch) seltene Variante gegenüber traditionellen Besetzungen, ist für mich mal Sprache, mal Farbe, immer Stimmung, auch Stille.« Und Jazz ist immer auch Experiment, Mitteilungsversuch, lautet Lorenz' Credo.
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Letzte Änderung: 15.03.2014oben1pfeil_luftoben2