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bhausails SWF Liederbestenliste, Empfehlung April 1998:
»Im Presse-Info zu Ihrer CD »Lügen ist menschlich« stellt die Gruppe »Ballhaus nuevo« ihre Musik als »exotische neue Volksmusik« vor. Mich persönlich hätte dieses Etikett fast davon abgehalten, schon wieder eine der unzähligen versuchten Standortbestimmungen sogenannter neuer Volksmusik über mich ergehen zu lassen. Aber dann war da dieser dadaistisch wütende, Reggae stimulierte, fast hitverdächtige Eingangstitel. Er hat sich so entschlossen bei mir durchgesetzt, daß ich vor Spannung und Neugier auf die folgenden Titel geneigt war, diese schnell mal anzuzappen, bevor sie dann im zweiten Durchgang ausgekostet werden.»Ballhaus nuevo« , das Ensemble um den in Köln lebenden Sänger, Texter und Komponisten Adrian Ils, erfindet gottlob nicht schon wieder irgendeine neue Volksmusik. Sich im Fundus der Popularmusik vom Tango bis zum Walzer, von Moritat bis zum Chanson zu bedienen, war hier keine Frage des Suchens, sondern des Findens. Denn die schaurig-schönen Gedichte, die bissigen Satiren und schillernden Grotesken werden auf der CD »Lügen ist menschlich« nicht tapeziert, sondern mit genauer rhythmischer Dramaturgie gezeichnet, geknickt oder konterkariert. Eine Dramaturgie, die auch viel Platz für Fantasie bietet.Jedes der sechzehn schlüssig aneinandergereihten Lieder hat einen anderen Charakter, wenngleich eher die dunklen Texte überwiegen, die von Vergangenheit und zynischer Todespoesie durchsetzt sind. Aber mit kleinen Unverschämtheiten, mit Realitätssinn und lustvoller Musikalität bewahren sich diese Lieder vor Wehleidigkeit und Trübsinn.Für eine nachhaltige Irritation in dieser skurrilen Auswahl sorgt die Schilderung eines Mordanschlags, in der selbst der schwarze Humor Pause macht. Mit der minimalistischen Eindringlichkeit eines Philip Glass wird im wunderlich verzerrten Titel »Colombo-Attentat, 24. Oktober 1994« ein gesprenstisches Schreckensbild gezeichnet. Die Spannung steigert sich zu Nervösität - und zurück bleibt ein lachender Kopf als Verunsicherung.« Otmar Klammer

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  SWF Liederbestenliste, Empfehlung Juni 1998:
»Darf man davon träumen, mit seiner Musik, oder mit seiner Kunst ganz allgemein, das große Geld zu verdienen? Aber sicher doch! Nur, wie sehr muß ich mich selber verweigern, um dieses hehre - oder eher leere - Ziel zu erreichen? Genügt es mir nicht mehr, in einer im Winter zugigen und im Sommer dementsprechend saunaähnlichen Dachwohnung - wenn dafür das Geld überhaupt reicht - zu leben?
Natürlich hat es damals - wann war das noch mal? - Spaß gemacht, die Mädchen mit Gitarrespiel zu betören. Und die Eltern haben doch immer gewarnt und einen anständigen Beruf anempfohlen. Aber jetzt zeige ich es ihnen: ich schreib ´nen Hit, werfe alle selbst auferlegten Stil- und Geschmachsideale, falls es so etwas überhaupt gibt, über den Haufen und starte durch zur Eroberung der Hitparaden; lasse mich auf Teufel komm raus vermarkten, gehe für drei Wochen ins Studio, natürlich ins Sonnenstudio, meine Zähne werden mit perlweißglänzenden Jacketkronen aufgefrischt und - piep, piep, piep - habe ich es geschafft.
Mit herrlich musikalischer Konsequenz abseits jeden Konsumdenkens träumt die Formation Ballhaus nuevo von gutem Geld und großem Hit. Der Einstieg in die Verkaufcharts wird ihnen mit dieser Mischung aus Tango, Polka und Blues kaum gelingen, aber ich wünsche den Ballhäuslern und der ganzen CD »Lügen ist menschlich« viele Hörer.««« Hans Reul, BRF
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    GRUPPE DES MONATS: Ballhaus nuevo
Ein ausgeprägtes Faible für die Musik von gestern

Es war einmal eine Theatergruppe. Einige Mitglieder, die dort auch musikalisch tätig waren, gründeten 1988 ein reines Musik-Projekt, das in Anlehnung an den Song «Bill's Ballhaus in Bilbao« von Brecht, Ballhaus genannt wurde. In der Folge spielten die «charmanten Dilettanten« unzählige Konzerte, veröffentlichten zwei Alben und wurden zu einem festen Begriff für eigenwillige und anspruchsvolle Musik, die Elemente aus der Klassik und Einflüsse der Brecht/Weill-Songs aus den 20er Jahren ebenso enthält, wie Aspekte aus Pop und Rock.

1995 trennten sich ihre Wege und Adrian Ils, der einzige ausgebildete Musiker der allen Formation, gründete mit hochkarätigen Kollegen die Nachfolge-Gruppe Ballhaus nuevo, «lch wollte in der Tradition der ursprünglichen Band weiterarbeiten, deshalb habe ich den Namen als Grundstock beibehalten,« erzählt der Multi-Instrumentalist, Sänger, Komponist und Texter. Ein wichtiges Charakteristikum der Gruppe war und ist, daß alle Musiker verschiedene Instrumente spielen und diese, sowohl live als auch im Studio, abwechselnd einsetzen. Das erhöht noch die Spannung auf dem ohnehin schon unglaublich vielseitigen neuen Album LÜGEN IST MENSCHLICH. «Was mir an normalen Rock- und Popbands oft nicht gefällt,« sinniert Adrian, «ist, daß man nach einer Viertelstunde weiß, was in den nächsten anderthalb Stunden passiert. Ich habe mir in meinem Leben die unterschiedlichsten Anregungen geholt. Meine früheste intensive Erfahrung war «Die Winterreise« von Schubert, was sich heute noch in meiner melancholischen Ader ausdrückt. Dann natürlich die ganzen Rockgeschichten, besonders Tom Waits oder französische Chansonniers, wie Jaques Brel, aber auch traditionelle Volksmusik aus verschiedenen Regionen. All das spielt eine Rolle, kommt aber beim Komponieren nicht als Konzept, sondern rein intuitiv zum Tragen.«

Obwohl die Musik von Ballhaus nuevo schwer einzuordnen und sicher keine oberflächliche Unterhaltung ist, finden erstaunlich viele Pop- und Rockfans Gefallen daran. «Dabei sind die Texte, glaub' ich, auch wichtig,« meint Adrian. «Und das freut mich sehr, denn die bedeuten mir genauso viel wie die Musik. Während mir die Musik eher leicht fällt und das meist ziemlich schnell geht, kann es sein, daß ich an einem Text drei Jahre arbeite, bis ich mit der Form zufrieden bin. Ich würde mal sagen, ich mache Gedichte mit Musik und das heißt, daß man auf möglichst engem Raum, gedrängt und dicht, was Intensives sagen will - und das kann verdammt lang dauern!« Aber wie man auf LÜGEN IST MENSCHLICH hören kann, ist ihm das glänzend gelungen! // Ute-Elke Schneider, Fachblatt Musiker Magazin
 
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Letzte Änderung: 15.03.2014oben1pfeil_luftoben2