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fw_03c-s03 Faltsch Wagoni und das Bühnenecho...

Trotz - oder wegen? - der »... wohl anspruchvollsten Kost aus dem Warenkorb von Kleinkunst und Kabarett« (Augsburger Allgemeine) hat sich das musikalische Kabarettgespann seit der ersten Bühnenpräsentation 1982 in den Folgejahren den Ruf als »außergewöhnliches Musiktheater der feinsten Art« (Münchner Stadtmagazin) oder gar als Maßstab für Musikkabarett generell (»Was ist Musikkabarett? Die Antwort kann nur mehr heißen: Faltsch Wagoni!«, Freie Presse) erworben.

»Prächtige Entertainer mit Kopfwitz und Tempo« (Abendzeitung), die »perfekte Mordanschläge auf die Langeweile herkömmlichen Kabaretts inszenieren« (Heilbronner Stimme) und so »die oft angepeilte Synthese von Geist und Unterhaltung auf fast ideale Weise verwirklichen« (Offenbach Post): »Eine Sensation.« (Die Zeit).

Da der Platz reicht, etwas ausführlicher die Mainzer Rhein-Zeitung: »Dafür, was die beiden musikalisch, schauspielerisch und auf atemberaubende Weise auch sprachlich zaubern, gibt es keine Worte, weil Sprache nun mal nicht mit drei Dimensionen gleichzeitig umgehen kann. So etwas hat man lange nicht erlebt.«, und der Kölner Stadt-Anzeiger ist der Meinung: »Faltsch Wagoni sprengt jeden Rahmen und verdient jedes Superlativ. Ganz ohne Anstrengung mischen sich Philosophie, Musikalität und dadaistischer Witz in einer fremdartigen und höchst unterhaltenden Weise.«

Dem will die Frankfurter Rundschau nicht widersprechen: »Mit munter musikalischen Ausflügen, quasi-philosophischer Semantik und ihrem genialen Spiel lassen Faltsch Wagoni Kleinkunst über sich hinauswachsen.«, und auch die Abendzeitung München sieht »Ein süffisant-intelligentes Inferno - vom biodynamischen Country-Folk bis zum Urschrei-Rock mit intellektuell hochwertigen Inhalten und wundersamer Instrumentierung.«‚ das die Rheinische Post so beschreibt: »Faltsch Wagoni servieren elegant und bis ins Kleinste perfekt die Tücken im menschlichen Alltag, die Sprache als Stoff und Waffe, die Musik als Werkzeug. Das reißt vom Stuhl!«

Und die Mitteldeutsche Zeitung hat trotz vieler weiterer Lobeshymnen das letzte Wort: »Turbulentes Spiel, hohe Musikalität, mit Brillanz dargeboten. Schlichtweg das Beste, was der Rezensent bisher auf diesem Gebiet erlebt hat.«
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  Retter des Genitivs
Wortklauber Faltsch Wagoni im Neuen Theater Höchst
Von Annette Becker / Frankfurter Rundschau


Wortklauben ist seliger denn Wortglauben. Diesem Credo huldigen Silvana Prosperi und Thomas Busse alias "Faltsch Wagoni" schon seit gut zwanzig Jahren. Das trainiert. Das sportliche Ergebnis war nun anlässlich ihrer Deutschlandtournee im Neuen Theater Höchst zu bestaunen, wo das Münchener Duo in seinem Jubiläums-Programm Deutsch ist dada die gemeine deutsche Grammatik so verbalvirtuos beharkte, dass es nicht nur den Philologen im Publikum eine wahre Freude war.

Obwohl die vielleicht am meisten davon hatten. Denn wie ist es erbaulich, zu erschnuppern, in welcher der köstlichen Miniaturen Kurt Schwitters' Ursonate oder Anna Blume Pate gestanden haben können, und wo Ernst Jandls laut und luise oder die humanisten, Karl Valentin und Lisl Karlstadt mit ihren Semmeln- beziehungsweise Lebernknödeln, oder Friedrich Hollaenders Gesang der Wassernixen.
Schön ist es auch, wenn einem auffällt, dass Thomas Busse gerne Georg Kreislers mörderisches Grinsen aufsetzt. Oder an Erwin Schulhoffs Bassnachtigall zu denken, wenn Silvana Busse nach dem Biss in Adams Apfel vollmundig so nahrhafte Dinge wie Leberwurst besingt, denn dort wird die triviale Speise mit der Behauptung geadelt, der göttliche Funke könne wie in einer Leberwurst auch in einem Kontrafagott verborgen sein. Kontrafagott spielte an jenem Abend leider niemand.

Dafür brillierte Thomas Busse - Polyinstrumentalist wie die Kölner Kollegen von Ars Vitalis - an Nasenflöte, Concertjna, Gitarre und singender Säge, außerdem in hübschen Gesangsduos mit seiner Partnerin. Die steppte dazu, trommelte auf Tisch, Metallkoffer sowie, jawohl, Lederrock' raschelte mit Papier und imitierte eine Möwe. Ließ sich in sechsundzwandzig Endreimen quer durchs ganze Alphabet als "Dame aus dem Duden" feiern, wurde in der Rolle des tumben Riesen Goliath vom kleinen Dativ besiegt und rettete mehrfach des Genitivs.

Nach einem solchen Abend streicht man den nächsten Geburtstag der einstigen Deutschlehrerin im Kalender rot an, um ihr, versteckt in einem Blumenstrauß, die aktuelle Faltsch-Wagoni-CD zu verehren, falls sie die nicht bereits besitzt. Und beschließt, bei der nächsten fälligen Liebeserklärung an den persönlichen Herzensmenschen die dem Thema "Was aber tätest du täten für mich?" gewidmeten Lieder Konjunktiv I und Wenn ich du wäre schamlos zu plagiieren. Auf dass er oder sie die geklaubten Worte glaube.
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Letzte Änderung: 15.03.2014oben1pfeil_luftoben2