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6006 Fürchten wir das Beste
CD, Spielzeit 61.57, kip 6006,
EAN 4025083600622, im Vertrieb von NRW Vertrieb, Wismar

1. Der Kanzler lacht 3.41 / 2. Herzen vergiften 2.20 / 3. Die Alten 3.30 / 4. Schlag sie tot 2.06 / 5. Regale 3.14 / 6. Der Fata von Morgana 2.45 / 7. Der Weihnachtsmann auf der Reeperbahn 6.55 / 8. In der Stille 3.27 / 9. Die Ehe 3.14 / 10. Der Furz 3.25 / 11. Was tut man, um zu sein 3.05 / 12. Wenn das mein Vater wüßte 4.27 / 13. Nur kein Jud 4.13 / 14. Der Euro 4.07 / 15. Der Politiker 4.53 / 16. Was machen wir, wenn 2.31 / 17. Erwartet nicht zu viel 2.40
Aufnahmen: Basel, November 1996, Studio M 3, DRS Basel, durch Andreas Torkler & Andreas Bittel. Mischung und Mastering: A. Torkler & A. Bittel, Gütersloh. Komponiert, getextet, arrangiert, eingespielt von Georg Kreisler. Gesang: Barbara Peters und Georg Kreisler.

»Deutsche träumen von einem großen durch-technisierten Deutschland mit nichts als Dichtern und Denkern, bis ihnen jemand sagt: Ihr braucht doch keine Dichter und Denker! Das sehen sie dann ein.« Georg Kreisler

Der Altmeister des musikalischen Kabaretts legt 1997 rechtzeitig vor seinem 75. Geburtstag die neuesten Schöpfungen vor. Oft kopiert, nie erreicht, stellen Kreisler und seine Partnerin Barabara Peters in dem einstündigen Werk zeitlose Betrachtungen menschlicher Schwächen und Zustandsbeschreibungen politischer (Un-)Kultur an, halten dem Menschen ein Spiegelbild seiner verborgenen Seiten vor.
17 Titel - böse, bissig, schockierend. Kreisler hat den Makaberisten bewußt außen vor gelassen und bringt sehr persönliche Stellungnahmen zur conditio humane des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Was das Duo hier bietet, ist hochaktuell, von bestem satirischen Feinschliff, sprachlich grandios, musikalisch perfekt, politisch scharf und brisant - mit Pointen, die man manchmal lieber nicht verstanden hätte.
Ein ausführliches 36-seitiges CD-Heft enthält einen Offenen Brief nach Wien und zu jedem Musiktitel eine Kurzgeschichte. Zusammen mit den Liedtexten könnte das Gesamtwerk damit durchaus als eine Art Vermächtnis zu Lebzeiten aufgefaßt werden, aber keine Bange: Kreisler hat noch mehr vor!
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  Über die CD...
»Fürchten wir das Beste« , von Georg Kreisler und Barbara Peters nach Auftritten im Oktober '96 nun auf ihrer neuen CD vorgestellt, präsentiert das Duo auf der Höhe der Kunst.
Rechtzeitig zu seinem 75. Geburtstag im Juli 1997 bringt Kreisler sehr persönliche Beobachtungen der gesellschaftlichen Entwicklungen scharfzüngig auf den Punkt. Thematisch vermutlich eine seiner politischten Produktionen, werden die Lieder im CD-Heft durch Kurzgeschichten ergänzt. Dieser Verbund von bissiger Lyrik, einschmeichelnder Musik und teils groteskem Text zeigt Kreisler als Meister darin, das Absurde als vordergründig normal darzustellen - mit Pointen, die man manchmal lieber nicht verstanden hätte.
Es irrt, wer Kreisler / Peters der Frühgeschichte des Musikkabaretts zuordnet. Brandaktuell, zeigen sie sich in Werken, die über das Kabarettistische hinausgreifen, jünger und zupackender als die meisten ihrer Enkel.
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    und die Meinung der Kritik ist

Fürchten wir das Beste: Neue Aufnahme von Georg Kreisler
So böse wie er sind nur wenige: Georg Kreisler, der im Juli 75 Jahre alt wird, ist ein galliger Kabarettist, der im Grunde seines Herzens gar kein Kabarettist sein will.
Der Wiener, dessen jüdische Familie nach Amerika auswanderten und da in New York seine ersten Schritte ins Land der Unterhaltung wagte, ist radikal und weiß doch um die Sinnlosigkeit seines Tuns. Ein Multitalent mit begnadeten Klavierfingern, ein Selbstdarsteller mit Selbstironie, ein Mahner mit Sinn fürs Absurde.
Sein Programm »Fürchten wir das Beste« liegt als CD vor. Georg Kreisler, der 1977 von Topsy Küppers geschieden wurde und seither mit Barbara Peters lebt und arbeitet, schießt mit schärfsten Pfeilen. Sein «Taubenvergiften im Park« hatte sich bereits zum »Spielen wir Unfall im Kernreaktor« gewandelt. Nun werden Herzen vergiftet in Rom: »Der Papst küßt jedes Pflaster, wem andre sich küssen, das haßt er.«
Bei einem Chanson wie »Schlag sie tot« -- die Türken oder die Kommunisten - gefriert das Lachen. Gerade Kreisler, einst vor den Nazis auf der Flucht, darf so provozieren, auch wenn`s weh tut. Den ewig Gestrigen schlägt seine ganze Verachtung entgegen. In dem Sketch »Die Alten« blicken Querulanten und Denunzianten zurück: »Mindestens 20 Leute habe ich ins KZ gebracht...«
Aber da ist noch der andere Kreisler, der so gerne mit den Worten spielt und singt: »Ich wäre gerne der Fata von Morgana«, der seiner Partnerin Barbara Peters mit dem »Weihnachtsmann auf der Reeperbahn« ein Paradestück des gebrochen Naiven geschrieben hat. Kurt Weills Tonfall klingt da nach. Man spürt: Kreisler kann Dramatisches entwerfen. Und seine «Lola Blau« war ja auch ein großer Renner.
Zwischen Wiener Schmäh und schneidender Politsatire, Wahnwitz und Wahrheit - Georg KreisIer lehrt das Fürchten vor einer brutalen Welt der Unbelehrbaren. »Fürchten wir das Beste, erschienen bei kip records, Best.Nr. kip 6006« // WAZ Kultur

75 Jahre und kein bißchen..... Wer dachte daß GEORG KREISLER, anläßlich seines 75ten Wiegenfestes, ein mildes Lächeln aufsetzt der liegt gehörig daneben. Mit wem oder was sollte der in Wien geborene, und heute in Basel lebende Exilamerikaner auch seinen Frieden machen? Hat sich die Welt etwa entscheidend (zum besseren) verändert? Gemessen an KREISLER's neuester CD scheint es mit uns und der Welt eher weiter bergab gegangen zu sein. Mit unversöhnlicher Schärfe teilt der Altmeister des politischen Kabarett in seinen neuesten Liedern aus. Der charmante, überlegene Schmäh der frühen Jahre ist einer zornigen Direktheit gewichen, die einem die Gänsehaut über den Rücken treibt. Im Verein mit seiner Lebens und Bühnenpartnerin BARBARA PETERS schüttet er kübelweise Hohn und Spott über Politikerhäupter und all die anderen selbsternannten Gralshüter von Anstand und Moral. Gift und Galle speien die beiden nicht nur gegen die Kirche sondern auch in einem, im opulenten Beiheft abgedruckten, «Brief nach Wien« gegen seine Geburtsstadt, die ihn anläßlich diverser Jubiläen zu vereinnahmen suchte, aber ansonsten als Künstler ignoriert und verhindert wie schon den großen THOMAS BERNHARD. Fürchten wir das Beste ist alles andere als ein Blick zurück im Zorn, vielmehr klingt es so als habe ein unversöhnlicher Zeitgenosse, ob der ihm davonlaufenden Zeit, zum letzten Halali geblasen. Fürchten wir das Beste. // Whats up

Von giftig und geistreich bis banal und blöd: CDs mit Kabarett und Kleinkunst
Fangen wir mit dem alten Kabarett-Hochadel an. Georg Kreisler, 75 Jahre alt, hat mit »Fürchten wir das Beste« noch einmal ein großes Programm auf die Beine gestellt, sehr politisch, sehr witzig, sehr boshaft, musikalisch einmal mehr konkurrenzlos - denn der Taubenvergifter hat eine eigene Musik-Kabarett-Sparte belegt. »Der Kanzler lacht« ist ein vergiftetes Polit-Zückerchen, »Nur kein Jud« das Psychogramm einer schwarzen Volksseele, »Der Weihnachtsmann von der Reeperbahn«, gesungen von Barbara Peters, zählt zum schönsten, was er in den (vorerst) letzten 20 Jahren komponiert und getextet hat. Aber selbst wenn all das nicht wäre, nicht die Blödeleien, nicht die krausen Phantasien und nicht sein Sargdockelhumor:
Allein ein absurdes Kleinod wie »Der Fata von Morgana« würde den Kauf der CD rechtfertigen. (Best.-Nr, kip 6006). // NRZ Kultur
 
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Letzte Änderung: 15.03.2014oben1pfeil_luftoben2