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es-wien Die Wiener Mischung: Wiener Schmäh exemplarisch
Literarisch-musikalische »Werbeveranstaltung« /Vielseitige Künstler

Im Brockhaus, dem großen »Deutschen Wörterbuch«, wird der »Schmäh« als »billiger Trick, Schwindelei, Ausflucht, oberflächliche Höflichkeit« definiert. Doch wenn man Ernst Stankovski glauben darf, dann wird dieser Begriff häufig missverstanden. Er habe nichts mit Verlogenheit zu tun, vielmehr umschreibe er eine Art, sich gefällig auszudrücken.
Den 71-jährigen Wiener aus Hernals, dem 17. Bezirk der österreichischen Hauptstadt, beim Wort genommen. bedeutet das, es war Wiener Schmäh exemplarisch. was er und das Diabelli Trio in der Akademie Würth in Künzelsau präsentiert haben. Wer Wien nicht schon kannte und liebte, der lernte es bei dieser einzigartigen Liebeserklärung kennen. Wer noch nicht in Wien war, der muss nach dieser literarisch-musikalischen »Werbeveranstaltung« einfach hin.
Den Preis des Wiener Fremdenverkehrsverbands, wenn es einen solchen überhaupt gibt, hat das Programm mit dem Titel »Eine Wiener Mischung« gewiss verdient.»Eine Wiener Mischung»; das sind »Zuckerln«, die normalerweise in Papier eingepackt sind. In Literatur und Musik eingepackt, wurden diese »Zuckerln« jetzt serviert. Und wie es sich gehört, waren nicht alle süß, manche waren auch sauer und einige sogar bitter. Oder mit anderen Worten, Ernst Stankovski, der von der Bühne und vom Fernsehen, aber auch vom Film her bekannte Schauspieler, beleuchtete an diesem Abend als Texter, Komponist, Moderator, Rezitator, Couplet-Sänger, Gitarrist und Darsteller in einer Person nicht nur die Licht-, sondern auch die Schattenseiten seiner Heimatstadt.
So räumte er auch mit einem Vorurteil auf, das besagt, der Wiener sei verfressen. kunstliebend, charmant und gemütlich. In Erinnerung an die alte k. u. k. Doppelmonarchie behauptete er nämlich, verfressen seien die Ungarn, kunstliebend seien die Habsburger, charmant die Aristokraten gewesen und gemütlich seien die Tschechen. Und was die Kunst betrifft, so kümmere sich der Wiener um sogenannte neue Kunst erst, wenn sie sich woanders durchgesetzt habe.
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  Der Walzer »An der schönen blauen Donau« von 1867, gespielt von dem Diabelli-Trio (Willy Freivogel, Flöte; Enrique Santiago, Viola; Siegfried Schwab, Gitarre), stand am Anfang. Das in der ursprünglichen Besetzung von Josef Lanner, dem Schöpfer einer neuen Form des Wiener Walzers, spielende Trio interpretierte nicht nur diesen Johann-Strauß-Walzer gekonnt, es sorgte auch mit anderen alten Weisen und neuen Kompositionen von Ernst Stankovski für eine passende musikalische Illustration des Abends.
Ernst Stankovski selbst erwies sich nicht nur als ein vielseitiger Künstler, der das Hobellied aus Ferdinand Raimunds »Verschwender« ebenso einfühlsam sang wie ein Heurigen-Medley, der Josef Weinhebers »Phäake« ebenso sinnfällig rezitierte wie Fritz Grünbaums »Gast«, der mit Hermann Leopoldi dem Cafe ein Denkmal setzte und mit Fritz Löhner-Beda erklärte: »Was braucht der Wiener«, er machte auch einen kulturhistorischen Streifzug durch die Donau-Metropole, bei dem er die Eigenarten Wiens und der Wiener mit eigenen und auch mit fremden Worten aus dem um die letzte Jahrhundertwende erschienenen Buch »Letzter Glanz der Märchenstadt« skizzierte, er plauderte über das Theater in Wien, über die Wirtshäuser, die Hotels und die Friedhöfe und streute immer wieder Wissenswertes über das Wien außerhalb der Literatur und der Musik in seine Conference ein.
Ernst Stankovski, der wandlungsfähige Wortkünstler, und das Diabelli-Trio, die anpassungsfähigen Musiker mit eigener Note, verdienten sich mit diesem Programm den Titel Wiener Sonderbotschafter in Sachen Kultur // Dieter Schnabel - Fränkische Nachrichten
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Letzte Änderung: 15.03.2014oben1pfeil_luftoben2