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es-wien.
Auf die Charaktere konzentriert
Wunderbar: Molières »Der eingebildet Kranke«...

Trotz feuchter Kühle feierten die Premierenbesucher begeistert eine wunderbare Aufführung dieses Komödien-Klassikers. Zum Erfolg trug einmal die ausgezeichnete Schauspieler-Truppe aus Wien bei, die Peter Josch, der künstlerische Leiter, in die Saalestadt geholt hatte, zum zweiten vor allem Ernst Stankovski in dreierlei Funktion:
Er hatte Molières Stück neu übersetzt, gefasst und leicht gekürzt, dabei auch den Titel sinnvoller Weise geändert; er führte Regie und er verkörperte die Hauptrolle, den Argan. Seine Neu-Übertragung des Textes zeichnet sich vor allem durch feinen Sprachwitz aus, beinhaltet auch die Zwischenspiele und »Ballette« zu Anfang und Ende, die sonst meist gestrichen sind, und hebt dadurch das Geschehen auf eine theatralisch-kommentierende Ebene.
So erfährt das Stück eine ironische Abrundung und führt alles am Schluss ins Groteske.Er tat noch ein Weiteres: Durch den Prolog von Augustin de Rojas und durch die Einfahrt eines hoch beladenen Thespis-Karrens, mit dem das bunte Theater-Völkchen heranrollte, die Requisiten auspackte und die zuerst gänzlich leere Bühne mit ein paar Tüchern und Gegenständen zum »Maison Argan« umfunktionierte (Bild Herwig Libowitzky, Kostüme Doris Ute Reichelt), wurde auf den historischen Hintergrund, die commedia dell arte verwiesen....
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  Überhaupt hat Stankovski der Versuchung widerstanden, auf Lacheffekte zu schielen und platten Klamauk vorzuführen wie etwa die häufig zu erlebende Kissenschlacht. Bei ihm konzentriert sich alles auf die Charaktere.
Der »eingebildete« Kranke war Ernst Stankovsky selbst - ein nörgelnder, unausstehlich misstrauischer Mensch, aber auch ein ängstlicher Egomane, der sich im Grund vor der Wahrheit und vor dem Leben fürchtet, einer, der bei allen Schrullen immer listig auf seinen Vorteil sinnt; mit feinsten Nuancen lotete Stankovski alle Facetten der Rolle aus, die falsche Selbsteinschätzung, die diktatorische Beherrschung der Familie durch Krankheit und die Rührseligkeit falscher Empfindungen - kurz:
Dieser Argan war ein Ekel von Format, nie übertrieben jammernd oder zu greisenhaft und tatterig; er setzte seine Kraft halt immer auf dem falschen Gebiet ein, indem er seine scheinbaren Wehwehchen kunstvoll pflegte. ... Viel Beifall. // Renate Freyeisen - Main-Echo
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Letzte Änderung: 15.03.2014oben1pfeil_luftoben2