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cd6026 LICHTBLAU - Ein Portrait
Best.nr. kip 6026, im NRW Vertrieb, Wismar

1. It ain't necessarely so; 2. Geh' zu den Gauklern; 3. Die Hand an der Wand; 4. Die verpasste Gelegenheit; 5. Schwabing 64; 6. Ein deutscher Totentanz; 7. Was für ein Clown ich war; 8. Der Mensch braucht einen Glauben ; 9. Biermanns Gitarre; 10. Black is beautiful ; 11. Karriere; 12. Rocking the boat; 13. Kovski; 14. Ohe Paris; 15. Die Frauen von Paris; 16. Kehr ich heim; 17. Grabschrift; 18. Herr, gib ihm die ewige Ruh 19. Ich möchte heim; 20. Du bist ein Spinner; 21. Diskussion ja, JES, nein; 22. Die Wahrheit; 23. Lichtblau. // Gesamtlaufzeit 79:34

Alle Titel, soweit nichts anders vermerkt: Musik und Text Ernst Stankovski.
In dem 40seitigen Begleitheft der CD sind Texte und weitere Hinweise enthalten.
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  Über die CD...

Die musikalisch-literarische Retrospektive eines großen Künstlers...

kip records veröffentlicht nach Ernst Stankovskis DAS GROSSE TESTAMENT DES FRANCOIS VILLON (kip 6017) und der CD mit Stankovskis Wiener Texten und Liedern »Man kann net einmal sterben in Wien«, kip 6018, zu seinem 75. Geburtstag am 16. Juni 2003 einen Abriss seines Lebenswerkes. Dass dies nur ein Auszug seines Gesamtwerkes sein kann, ist selbstverständlich.
Schließlich hat der große Schauspieler und Entertainer Ernst Stankovski, Wortjongleur, »Meister der eleganten Pointe« und Träger des »Deutschen Kleinkunstpreises«, so viele Facetten als Künstler zu bieten, dass hier nur die von ihm persönlich ausgesuchten Tondokumente und Neueinspielungen älterer Werke enthalten sein können. Seine vielen Aktivitäten im Bereich Theater, Film und Fernsehen sind ein anderes Kapitel.
Anliegen dieser Produktion ist, die unbekanntere - um nicht zu sagen: verkannte - Seite von Ernst Stankovski ins Bewusstsein zu rücken. Den meisten aus diversen Film- und Fernsehsendungen bekannt, sind seine ziel- und treffsicheren Texte zu politischen und gesellschaftskritischen Themen weitgehend von seiner TV-Präsenz als Unterhalter verdeckt worden. Umso bedauerlicher, da Ernst Stankovski sich schon immer als einer der wenigen ernstzunehmenden Kabarettisten mit Inhalt und Aussage in einer Welt des Comedy und Klamauks bewiesen hat. Hier soll nun diese kritische Seite verstärkt dokumentiert werden, mit Pointen, die man manchmal lieber nicht verstanden hätte...
Seine Unterhaltungsqualitäten werden trotzdem nicht vernachlässigt. Bei allem Nachdenken und wohl auch Betroffenheit bei einigen Texten bleibt immer noch Raum für Witz und Lachen - bei seinem Ruf als »letzter Vagant der Kleinkunst« keine Überraschung.

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    Das Vorwort zur CD...
Ernst Stankovski der Schauspieler - Ernst Stankovski der Sänger; Stankovski der Kabarettist - Stankovski der Poet, der Satiriker, der Musiker, der Komponist, der Übersetzer... Genug der Schubladen.
Zu allem Überfluss gibt's ja noch eine längst zugeschobene Lade: Ernst Stankovski der Quizmaster. Hier auf dieser CD erinnert eine humorige Fußnote noch an jenes Kapitel Stankovski (»Erkennen sie die Melodie?«), in dem wohl am wenigsten vom Stankovski drinsteckt. Wegen der Namensähnlichkeit JANKOWSKI - STANKOVSKI, HORST - ERNST, der beiden oft TV-Vervielfachten, regte Jankowski an, Stankovski möge eine Lied über diese Verwechslungen schreiben. Die Nummer KOVSKI sollte, mit Big Band im Hintergrund, in seiner Show präsentiert werden. Es kam nie dazu, und das Manuskript vergilbte in einer der häufigsten TV-Schubladen: Der Lade des Vergessens. Heute ist Stankovski längst kein Quizmaster mehr, und der unvergessenen Meisterschaft des Horst Jankowski sei mit der »Ausgrabung« eine späte Reverenz erwiesen.
Auch im DEUTSCHEN TOTENTANZ ist vom »Master« die Rede. Diese Nummer und das unterhaus-Programm »Geh zu den Gauklern« brachte Stankovski 1975 den Deutschen Kleinkunstpreis ein. Und Kleinkunst im besten Sinn ist auch das Entree zu Stankovskis Soloprogramm »Worte«: KOMMT HER, IHR WENIGEN. (Und er hat sich nie gescheut, auch vor wenigen zu spielen - selbst als er es schon längst nicht mehr nötig hatte...).
»Gebrauchs-Lyrik«, so nannte der Urvater des deutschen Kabaretts, Otto Julius Bierbaum, 1898 das, was auf den Bretteln, den Cabarets, den Kleinkunstbühnen zuhause sein sollte. Texte, für den Tag entstanden, mit dem Tag vergehend, und doch Erinnerung bewahrend an vergangene Begebenheiten, ernste oder lächerliche, wichtige oder nur wichtig genommene Skurrilitäten und Absurditäten; festgehalten in einem Gedicht, einem Wortspiel, einer Pointe.
Auf dieser CD ist so ein Schnappschuss: KARRIERE. Spontan geschrieben, live nur ein einziges Mal dargeboten im RIAS Berlin beim legendären »Zweiten Frühstück mit John Hendrik«, dem wir bei dieser Gelegenheit zum baldigen 100sten gratulieren. Die Nummer wurde von einem Fan aus dem Radio mitgeschnitten, die Tonqualität ist daher nicht so gut wie die Stimmung damals im 19. Stockwerk des Europa Center.
Kleinkunst ist auch Satire, bei Stankovski meist gereimte kleine Kunstwerke. SCHWABING 64, SALZKAMMERGUT, BLACK IS BEAUTYFUL, BIERMANNS GITARRE. (Weitere Perlen dieses Genres wie JA UNSERE BUAM (Haider), DER PRÄSIDENT (Waldheim) oder DREI PROZENT sind nicht auf diesem Album vertreten, da sie schon in der Produktion »Man kann net einmal sterben in Wien«, kip records 6018, veröffentlicht sind.)
Dann ist da der Poet Stankvoski: Auf den Spuren von Prevert-Cosma ein Chanson, DIE VERPASSTE GELEGENHEIT, die Musik von Erwin Halletz. Dieser Titel war die Debutnummer von Milva bei ihrem ersten TV-Auftritt in Deutschland. DIE HAND AN DER WAND und DIE WAHRHEIT sind starke Texte zu starker Musik von amerikanischen Komponisten Und ganz ohne Musik: SINGE OH MUSE DEN ZORN (Im CD-Heft als Text abgedruckt). Ein Gedicht im Hexameter-Rhythmus, vorgetragen in einer Berliner Bierkneipe »Folk Pub« - und für Minuten hatte die Bierausschank Pause für Poesie an der Theke.
Der Übersetzer Ernst Stankovski begann schon 1951 anlässlich seines Engagements am Züricher Schauspielhaus. Maurice Chevalier, Yves Montand und Charles Trenet waren seine Vorbilder, und nach einem Besuch in Paris, im Zug nach Wien, schrieb er 1952 den deutschen Text zu Trenets OHE PARIS. Damals ahnte Stankovski noch nicht, dass er 30 Jahre später Villon übertragen und vortragen würde. Sein Soloabend »Das große Testament des François Villon« wurde mit dem Buxtehuder Kleinkunst-Igel ausgezeichnet, im ZDF gesendet und über 200 mal auf den Bühnen gespielt. Das Werk ist als gleichnamige CD, kip records 6017, erhältlich. Auf dem jetzigen Album sind drei Lieder vertreten, die in der Bühnenfassung fehlen: DIE BALLADE VON DEN FRAUEN VON PARIS sowie die beiden Rondeaus KEHR ICH HEIM und HERR, SCHENK IHM DU DIE EW'GE RUH.
Zeitbetrachtung und Stellungnahme waren und sind immer ein Anliegen Ernst Stankovskis, dokumentiert in den Liedern BIST'N SPINNER (aus den Tagen der Baader-Meinhoff-Hysterie), DISKUSSION JA, JES NEIN (eine Diskussion an der Universität in Wien), und aktuell in 2002 die überraschende Parabel vom Judenbuben Lichtblau und der Situation in Palästina: LICHTBLAU.
Der Musicaldarsteller Stankovski ist mit drei Nummern vertreten: WAS FÜR EIN NARR ICH WAR aus dem Musical »Stop the World I want to get off«, ROCKING THE BOAT aus »Guys and Dolls« und seine eigene Version von IT AINT NECESSARELY SO aus »Porgy and Bess«.
Eine Fülle von Nummern fanden keinen Platz auf dieser CD, obwohl die Rillen randvoll gepackt sind. Seine LESUNG, seine SPRECHÜBUNGEN, seine Songs für das Stück »Der Entertainer« von Osborne. Davon sind ICH BIN NORMAL und sein BLA BLA BLA auf der CD zu Stankovskis siebzigstem Geburtstag »Es ist noch nicht so lange her« erschienen.
Na ja, so lange ist es ja noch nicht her, und für den 80sten müssen wir auch noch etwas übrig lassen. Jetzt gratulieren wir ganz herzlich zum 75sten!
 
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Letzte Änderung: 15.03.2014oben1pfeil_luftoben2