gk_3bgr
1-1-0501_2-0501_3-1001_4-0501_5-0501_6-0501_7-050
1-1li3-1a-1003-1a-1003-1g-050weinh1_d3-1e-050gk1_f3-1g-050weinh1-1lizurückvor3c1zurückvor1-1re

das_cdpfeil_luftdas_cd     infoknopfpfeil2-l2pfeil1-l2pfeil1-r2pfeil2-r2  
sw-harfe Sissis große Ideale zerpflückt
Susanne Weinhöppels "Wechseljahre einer Kaiserin." im Hoftheateres. - Eine unglückliche Liebe, ein Mädchen, das in der ihr zugewiesenen Rolle nicht glücklich werden kann... Das sind üblicherweise die Attribute, die mit der österreichischen Kaiserin Sissi assoziiert werden. Susanne Weinhöppel sieht das allerdings ein wenig anders. In ihrem aktuellen Programm "Wechseljahre einer Kaiserin", mit dem sie im Pariser Hoftheater zu sehen ist, demontiert sie stückchenweise das "arme Mädchen"- Image der jungen Regentin. Anfangs noch stolz auf die offensichtliche Seelenverwandtschaft, kommt Weinhöppel zu der Überzeugung, dass Sissi wohl doch nur ein wenig verzogen war und eindeutig die falschen Prioritäten gesetzt hat.
Dabei dient die adelige Seelenverwandte meist nur als Ausgangspunkt für die Lebensweisheiten über das große Glück und das Älterwerden, welche die Kabarettistin ihrem Publikum augenzwinkernd präsentiert. Generell spielt Reden aber eine eher untergeordnete Rolle. Dreh- und Angelpunkt des Programms ist vielmehr Weinhöppels stimmungsreiches Harfenspiel, mit dem sie ihre oft nur kurz angerissenen Erläuterungen an die richtige Stelle rückt.
Musik von Richard Strauss über traditionelle jiddische Weisen bis hin zu den Beatles bieten hierbei den Hintergrund für ein vielseitiges Repertoire, in dem aber auch Eigenkompositionen nicht zu kurz kommen. Dementsprechend viel schichtig sind auch die Stim mungen, die Weinhöppel vermittelt. Vom nachdenklichen "Die Zeit' nach einer Textvorlage von Hugo von Hofmannsthal, bis zum ironisch klagenden "Benjamin", in dem eine Frau ihren Mann um neue Kleider bittet, ist für die Münchnerin der Weg nicht weit. Und nachdem sie Sissis große Ideale ad absurdum geführt und zum "kleinen Glück" geraten hat, kann sich Susanne Weinhöppei entspannt zurücklehnen und "mit dem Tod aufs Leben anstoßen". / Wiesbadener Kurier, 17.02.2001
das_cdpfeil_luftdas_cd pfeil_luft
  Plüsch und Poesie
Susanne Weinhöppel im Münchner Fraunhofer
Was strengen sich doch manche Theater an. Wie aufgeregt, ehrgeizig und kostspielig staffieren sie Bühne und Schauspieler aus. Wie gequält wirkt mitunter, was die Ensembles kunstabsichtsvoll einstudieren. Wie mühevoll und uneffektiv das alles. - Gedanken, die einem kommen, wenn man der wunderbaren Susanne Weinhöppel zuschaut, einer Künstlerin, die ihr Publikum so unaufwendig wie selbstverständlich an ihren kabarettistischen Poetereien teilhaben lässt. Im Münchner Theater im Fraunhofer hatte ihr neues Programm Premiere, „Wechseljahre einer Kaiserin" .
Eine Bühne, eine Harfe, ein bisschen Plüsch, ein paar wenige Requisiten, wechselndes Licht: Mehr braucht Susanne Weinhöppel nicht, um die Zuschauer in den selbstironischen Kosmos einer Frau der besten Jahre hineinzuziehen. Die rotschopfige Harfenistin mit der unsentimentalen Stimme singt und erzählt Geschichten vom Älterwerden, die, so heiter sie auch sein mögen, letztendlich immer Geschichten vom Tod sind. Sie legt die Latte hoch; beginnt gleich, die Strauss-Musik elegant uminstrumentiert, mit der „Rosenkavalier"-Marschallin. Der Einstand gelingt, Strauss erweist sich als harfen- und chansonfähig.
Der Abend ist klug konzipiert, mit Witz geschrieben und gut inszeniert (Regie: Bruno Hetzendorfer). Weinhöppels Repertoire speist sich aus Liedern zwischen jiddischer Moritat, Jacques Brel und Francois Villon. Überwiegend, insbesondere nach der Pause, aber stammen die Songs - meist im besten Münchnerisch - von ihr selbst. Nie gleitet Susanne Weinhöppel ab ins Sentimentale. Und wenn sie einmal schmachtet, was sie ganz ausgezeichnet kann, fängt sie das immer wieder mit der ihr eigenen Selbstironie und einem schnellen Witz auf.
Ihre Kompositionen, die mitunter an Vertonungen von Paul Dessau erinnern, lassen Kitsch nicht zu. Und die Harfe, die sie meisterhaft spielt, ist an sich schon die verfremdende Nahtstelle zwischen Herz und Hirn. Sehenswert, nicht zuletzt wegen der herrlichen Zugabe. // Sabine Dultz, Münchner Merkur, 24.02.2000
das_cdpfeil_luftdas_cd   pfeil_luft  
       
oben1pfeil_luftoben2   pfeil_luft  

Schlagzeilenkaa_ticker_03
kip_logo
pfeil_luft
pfeil_luft
kip_logo
gk_liniegk_linie
e-Post: <info_AT_kip-media.de>
Hinweis Spam-Schutz: Bitte ersetzen Sie _AT_ durch das übliche Zeichen @.
Adresse OHNE Klammern

gk_linie

© 1998 - 2014 kip-media


Letzte Änderung: 15.03.2014oben1pfeil_luftoben2