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Bühnenprogramme von Faltsch Wagoni... | weiter | zurück

img.volaballVOLAPÜK`S RACHE
Das interplanetarische viersprachige GroTextmusikspektakel von Faltsch Wagoni wurde erstmals 1992 in München aufgeführt und stieß in der Folgezeit trotz - oder wegen? - der »... wohl anspruchvollsten Kost aus dem Warenkorb von Kleinkunst und Kabarett« (Augsburger Allgemeine) auf eine überaus positive Medienresonanz.
Vom »wunderbaren, außergewöhnlichen und herrlich amüsierenden Programm« (Süddeutsche Zeitung) bis zu einem »heidenspaßigen, plutonesisch-babylonischem Vergnügen« (tz), in dem »Witze ohne Skrupel voll Heiterkeit und längst totgeglaubter Humorerzeugung « (Nürnberger Nachrichten) geboten werden und das den »Höhepunkt der bisherigen Arbeit von Faltsch Wagoni« (tip Berlin) darstellt, reichen die Wertungen.
Und weiteres Ergebnis des mehrsprachigen Konzeptes: »Volapüks Rache« begeistert als polyglottes schräges Musiktheater auch die Besucher auf Tourneen in Frankreich, Italien, Tunesien, USA, Kanada, Schweden, Norwegen - eine Seltenheit für den Bereich deutschsprachigen Kabaretts.

img.volplakProgramm / Lieder
(Spieldauer: ca. 75 min. mit einer Pause nach ca. 40 min.)

1. Pluto-Hymne (für Plutonesen kein Staatsakt, sondern eher ein Nasenstüber) / 2. La Balustrade (der geringen Schwerkraft auf Pluto gewidmeter Geländler) / 3. Once upon a time (Lied, das den Planeten Erde mal von außen betrachtet) / 4. Hommes de terre! (Dolmetschen auf Plutonesisch oder die Hochachtung vor der Kartoffel) / 5. Fromage (Hommage in Liedform an den möglichen Nichtsinn von Worten) / 6. First was I (was war zuerst: das Ei oder ich?) / 7. L´univers (die Genesis auf den Punkt gebracht) / 8. La nave va / (a very old space-travel-song) / 9. Night of toc-toc (plutonesisches Kinderlied im 5/4-Takt) /

Pause

10. Sombrella (
auf Pluto sind auch Schatten Wesen) / 11. Der Haß (äußert sich auch auf Pluto vorwiegend plutonesisch) / 12. Melodie of Maladie (nur ein Kaputtpourrie) / 13. Volapük Don al Dente (eine Ode an den Volkshelden number one) / 14. Les fêtes sans moi (Eigenliebe - auf Pluto keine Schande) / 15. Pronto!? (typisch plutonesisches Telefonat) / 16. Pyjama Valley (Heimatlied aus dem Schlummertal)

Programm / Inhalt
Volapük, Volapük*
vier lingue in one bouche
un jour will come zurück!
Le babel de Babylon
was a Baby-Babbel-Hohn
im Vergleich zu Volapük

Sie sind gelandet. Zwei Plutonesen aus der Zukunft (Zeitsprung rückwärts!), Nachkommen von ehemals irdischen Auswanderern, die sich einst auf dem fernen Planeten Pluto niederlassen werden (Zeitsprung vorwärts!): «emigrati dalla terra. Wir sind euer Kinder Kinder Kinder Kindeskinder. Sind wir. Strano, no!?«
Seltsam, ja! Aber gleichwohl handelt es sich bei den beiden außerirdischen Ur-Ur-Ur-Enkeln um durchaus menschlich - um nicht zu sagen europäisch - anmutende Verwandte, die im Auftrag des plutonesischen «Turismo-Bureaus« unterwegs sind, um ihren Vorfahren auf der Erde - den «hommes des terre« - die sprachübergreifende Tradition des Planeten Pluto näherzubringen.
Der Begriff Volapük* steht für ein übergeordnetes Ideal, nach dem die Plutonesen zu leben trachten: Verständigung mit allen Mitteln - über alle Sprachbarrieren hinweg! Dies ist - so glaubt man auf Pluto - neben anderen Eigentümlichkeiten das Einzigartige an der plutonesischen Kultur, welche uns die beiden Folkloristen namens «Brievite« und «Membert« mit ihrem Programm zu Gehör und zu Gesicht bringen wollen.

Sie rächen sich so, auf ihre Weise, an der Mißachtung, die den wenigen, erfolglosen Versuchen von humanistischen Spracherfindern im Dienste einer globalen Völkerverständigung immer entgegengebracht wurde.
Außer auf herkömmlichen, irdischen Instrumenten wie Gitarren, Keyboard, Concertina und Saxophon spielen, klopfen und zupfen die Plutonesen mit Vorliebe auf großen Hupsbällen, Styrophon und Percussurfer, den traditionellen Instrumenten der plutonesischen Folklore.
Die verwendeten Trachtenkostüme stammen aus Sweet Pillow County (auf dem winzigen Südkontinent des kleinen Planeten gelegen), wo die Farben Purpur und Nachtblau die Dämmerstunde, die hier einen halben Tag lang währt, symbolisieren.

Volapük* = von dem Konstanzer Pfarrer J. Martin Schleyer 1879 entwickelte Welthilfssprache («Daß Volapük zum Bande werde, das einst umschlingt die ganze Erde, in Bruderlieb, Verkehr und Handel, in Völkereintracht, Völkerwandel.«), Vorläufer des Esperanto (Vola = world, pük = speak).



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