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DER AUFSTAND DER SCHMETTERLINGE
Satirische Oper in drei Akten / Langfassung


6021sofa1. Akt (In Annas Wohnung)
Anna und Daniel haben ein intimes Zusammensein. Da stürzt Barbara herein und schießt auf Daniel in der Meinung, es handle sich um ihren Mann Gustav. Anna nimmt die Situation gelassen. Sie freundet sich mit Barbara an. Bei einem Gläschen Wein lassen sie sich über die Untreue der Männer aus. Plötzlich steht Daniel auf. Barbara hatte danebengeschossen.
Er verzeiht ihr und verliebt sich in sie. Sie sei eindeutig die bessere Muse als Anna. Anna ergreift Barbaras Revolver und schießt auf Daniel. Sie entschuldigt sich bei Barbara. Diese verzeiht ihr. Der Schriftsteller Erik von Wetter betritt den Raum und erzählt, er habe soeben seine Frau erschossen, die ihn mit dem Briefträger betrogen habe, und sei daher auf der Flucht.
Der Versicherung, daß er es gerade noch toleriert hätte, wenn sie sich wenigstens Dr. Steiner dazu ausgesucht hätte, folgt ein Lamento über die Leere der Menschen.
Daniel, der die ganze Zeit über neben dem Sofa gelegen ist, erhebt sich. Anna hatte danebengeschossen. Er hält ein Plädoyer für die revolutionäre Kraft der Kunst. Erik und Daniel stellen einander vor und beschließen, gemeinsam eine Oper zu schreiben. Zuvor müßten sie aber noch flüchten.
Eriks Frau Camilla kommt. Sie hatte den Revolver Eriks mit Platzpatronen gefüllt. Sie gesteht den Seitensprung mit Dr. Steiner. Erik, froh, daß es doch nicht der Briefträger war, verzeiht ihr. Obwohl Erik nicht flüchten muß, gehen alle nach Afrika.

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2. Akt (Bei den Gazellen und Giraffen)
Daniel und Erik arbeiten an der Oper. Der erste Akt ist fertig. Noch herrscht aber Uneinigkeit über die Zahl der Akte. Der Maler Felix, ein Schwarzer, ist zu der Gruppe gestoßen. Seine Bilder künden von der künftigen Revolufion der schwarzen Rasse.
Die Frauen gehen einer geregelten Arbeit nach und erhalten die Künstler. Barbara ist Krankenschwester, Camilla Sekretärin, Anna Prostituierte.
Barbara und Camilla beneiden Anna um ihren Job. Sie preist das oberflächliche Leben und ermuntert die anderen, es ihr gleichzumachen. Mitten in die folgende Sexorgie hinein läutet das Telefon. Felix hebt ab. Aus seinen Reaktionen geht hervor, daß die Revolution ausgebrochen ist. Alle Weißen sind in Gefahr. Felix erklärt sich bereit, seinen Freunden zu helfen.
Er besorgt Särge. Als die Soldaten kommen, liegen Erik, Daniel, Barbara, Camilla und Anna in den Särgen und stellen sich tot. Unbemerkt von den beiden Männern ändern die Frauen aber ihre Strategie. Sie verführen Felix und die Soldaten und machen sich mit ihnen aus dem Staub. Daniel und Erik bleiben zurück.

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3. Akt (Im Altersheim)
Die sechs Freunde haben im Altersheim wieder zusammengefunden. Anna sitzt im Rollstuhl, Felix auf der Leibschüssel, die anderen haben diverse Wehwehchen.
Die Oper "Der Aufstand der Schmetterlinge" ist seit 30 Jahren fertiggestellt. Sämtliche Opernhäuser haben abgelehnt, das Stück aufzuführen. Auch die Staatsoper in Wien. Unter dem Schmerz der Erinnerung an Wien bricht Barbara wie tot zusammen. Sie wird abtransportiert. Die anderen beschließen, die Oper selbst aufzuführen. Als man sich jedoch nicht über die Rollenverteilung einig wird und sich zudem herausstellt, daß Felix nichts anderes singen kann als "Aida" von Verdi, wird dieser Plan ad acta gelegt. Barbara wird wieder hereingebracht. Aus Neugier, wissen zu wollen, wie es sei, wenn man tot ist, habe sie sich totgestellt und fühle sich jetzt wieder wohl.
Auf Camillas Vorschlag hin spielt man das Sesselspiel "Die Reise nach Jerusalem". Felix will nicht mitspielen. Da nun gleich viele Stühle wie Personen vorhanden sind, funktioniert das Spiel nicht. Plötzlich entdeckt Erik in Daniels Tasche einen Brief von der Metropolitan Opera New York. Man sei begeistert von der Oper "Der Aufstand der Schmetterlinge" und wolle sie aufführen. Späte Genugtuung bei den Künstlern macht sich breit, bis Daniel ein Postscriptum im Brief findet. Gemäß der Tradition der Metropolitan Opera könne man das Werk allerdings nur spielen, falls der Komponist bereits tot sei. In Aufopferung für sein Werk schluckt Daniel eine Zyankalikapsel.


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