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Programme
von
Georg
Kreisler...
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Kurzfassung
DER
AUFSTAND DER SCHMETTERLINGE
Satirische Oper in drei Akten /
Langfassung
1.
Akt (In Annas Wohnung)
Anna und Daniel haben ein intimes Zusammensein. Da
stürzt Barbara herein und schießt auf Daniel in
der Meinung, es handle sich um ihren Mann Gustav. Anna nimmt
die Situation gelassen. Sie freundet sich mit Barbara an.
Bei einem Gläschen Wein lassen sie sich über die
Untreue der Männer aus. Plötzlich steht Daniel
auf. Barbara hatte danebengeschossen.
Er verzeiht ihr und verliebt sich in sie. Sie sei eindeutig
die bessere Muse als Anna. Anna ergreift Barbaras Revolver
und schießt auf Daniel. Sie entschuldigt sich bei
Barbara. Diese verzeiht ihr. Der Schriftsteller Erik von
Wetter betritt den Raum und erzählt, er habe soeben
seine Frau erschossen, die ihn mit dem Briefträger
betrogen habe, und sei daher auf der Flucht.
Der Versicherung, daß er es gerade noch toleriert
hätte, wenn sie sich wenigstens Dr. Steiner dazu
ausgesucht hätte, folgt ein Lamento über die Leere
der Menschen.
Daniel, der die ganze Zeit über neben dem Sofa gelegen
ist, erhebt sich. Anna hatte danebengeschossen. Er hält
ein Plädoyer für die revolutionäre Kraft der
Kunst. Erik und Daniel stellen einander vor und
beschließen, gemeinsam eine Oper zu schreiben. Zuvor
müßten sie aber noch flüchten.
Eriks Frau Camilla kommt. Sie hatte den Revolver Eriks mit
Platzpatronen gefüllt. Sie gesteht den Seitensprung mit
Dr. Steiner. Erik, froh, daß es doch nicht der
Briefträger war, verzeiht ihr. Obwohl Erik nicht
flüchten muß, gehen alle nach Afrika.
2.
Akt (Bei den Gazellen und Giraffen)
Daniel und Erik arbeiten an der Oper. Der erste Akt ist
fertig. Noch herrscht aber Uneinigkeit über die Zahl
der Akte. Der Maler Felix, ein Schwarzer, ist zu der Gruppe
gestoßen. Seine Bilder künden von der
künftigen Revolufion der schwarzen Rasse.
Die Frauen gehen einer geregelten Arbeit nach und erhalten
die Künstler. Barbara ist Krankenschwester, Camilla
Sekretärin, Anna Prostituierte.
Barbara und Camilla beneiden Anna um ihren Job. Sie preist
das oberflächliche Leben und ermuntert die anderen, es
ihr gleichzumachen. Mitten in die folgende Sexorgie hinein
läutet das Telefon. Felix hebt ab. Aus seinen
Reaktionen geht hervor, daß die Revolution
ausgebrochen ist. Alle Weißen sind in Gefahr. Felix
erklärt sich bereit, seinen Freunden zu helfen.
Er besorgt Särge. Als die Soldaten kommen, liegen Erik,
Daniel, Barbara, Camilla und Anna in den Särgen und
stellen sich tot. Unbemerkt von den beiden Männern
ändern die Frauen aber ihre Strategie. Sie
verführen Felix und die Soldaten und machen sich mit
ihnen aus dem Staub. Daniel und Erik bleiben
zurück.
3.
Akt (Im Altersheim)
Die sechs Freunde haben im Altersheim wieder
zusammengefunden. Anna sitzt im Rollstuhl, Felix auf der
Leibschüssel, die anderen haben diverse Wehwehchen.
Die Oper "Der Aufstand der Schmetterlinge" ist seit 30
Jahren fertiggestellt. Sämtliche Opernhäuser haben
abgelehnt, das Stück aufzuführen. Auch die
Staatsoper in Wien. Unter dem Schmerz der Erinnerung an Wien
bricht Barbara wie tot zusammen. Sie wird abtransportiert.
Die anderen beschließen, die Oper selbst
aufzuführen. Als man sich jedoch nicht über die
Rollenverteilung einig wird und sich zudem herausstellt,
daß Felix nichts anderes singen kann als "Aida" von
Verdi, wird dieser Plan ad acta gelegt. Barbara wird wieder
hereingebracht. Aus Neugier, wissen zu wollen, wie es sei,
wenn man tot ist, habe sie sich totgestellt und fühle
sich jetzt wieder wohl.
Auf Camillas Vorschlag hin spielt man das Sesselspiel "Die
Reise nach Jerusalem". Felix will nicht mitspielen. Da nun
gleich viele Stühle wie Personen vorhanden sind,
funktioniert das Spiel nicht. Plötzlich entdeckt Erik
in Daniels Tasche einen Brief von der Metropolitan Opera New
York. Man sei begeistert von der Oper "Der Aufstand der
Schmetterlinge" und wolle sie aufführen. Späte
Genugtuung bei den Künstlern macht sich breit, bis
Daniel ein Postscriptum im Brief findet. Gemäß
der Tradition der Metropolitan Opera könne man das Werk
allerdings nur spielen, falls der Komponist bereits tot sei.
In Aufopferung für sein Werk schluckt Daniel eine
Zyankalikapsel.
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