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Die
erste CD von Faltsch
Wagoni...
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Pyjama
Valley
Best.nr. kip 6002, EAN 4025083600226 , im NRW Vertrieb, Wismar
1.
Ich geh zu keinem Rendezvous (Verpasso Doble) 4.05 / 2.
Pyjama Valley (Kuschelrock) 3.34 / 3. Ich weine ja nur
(Valse Triste) 3.19 / 4. Ich sagte noch (Rap - Sodie) 2.16 /
5. La Balustrade (Geländler) 3.19 / 6. Einer muß
es machen (Heroica) 3.00 / 7. L' univers (Schubladler) 2.30
/ 8. Madagaskar (Fernreisen-Shanty) 4.58 / 9. Deutschland,
echt Spitze (Lobes-Hymne) 3.26 / 10. Melodie of Maladie
(Kaputtpourri) 3.12 / 11. Ingo Flamingo (Dschungel-Jingle)
2.49 / 12. Les fêtes sans moi (Ego-Twist) 4.28 / 13.
Parfum (Chanson d'arôme) 3.32 / 14. Würdest du?!
(Warumba) 2.19 / 15. Night of toc-toc (Midnight-Special)
2.58 / 16. La nave va (Lost-in-space-Shuffle) 3.54 / 17.
Jogger dir einen (modernes Wanderlied) 3.46 // Spielzeit
58.01
Über
die CD...
Vom Dschungel-Jingle in einem rasanten Kaputtpourrie
über Rap-sodie, Schubladler und Geländler zum
Verpasso doble geht die Reise, ein schwindelerregendes Hin
und Her schräger Chansons und bissiger Schlager. Bunt
angerichtet wie ein japanisches Menü, inszenieren
Faltsch Wagoni raffinierte Anschläge auf übliche
Hörgewohnheiten. Treffsichere musikalische Sketche,
sinnspielende Lyrik und schönschräge Musik lassen
aufhorchen und zuhören. Melodien werden zum Ohrwurm und
stehen der Poesie der Texte in nichts nach. Im Mittelpunkt
immer der Mensch: Als grober Schnitzer auf dem Holzweg
seiner Vollendung.
Pyjama
Valley präsentiert 17 Songs, Chansons und
bissige Schlager, davon zehn in deutsch und sieben in
einer europäischen »Sprachmixtur«.
Im
verpaßten Rendezvous geht's um
Antriebsschwäche und Orientierungslosigkeit,
während Pyjama Valley als
Heimatlied aus dem Schlummertal Start und Ziel genau
bestimmt: das Bett. Mißverstehende Partner
äußern sich in Ich weine ja
nur und machen in Und ich sagte
noch klar, daß verpatzte Gelegenheiten
letzten Endes doch kein Beinbruch sein müssen.
La Balustrade zeigt den tragischen
Ausgang einer ersten Liebe durch allzu großen
Wagemut. Ähnliche Mutbeweise in Einer
muß es machen verlaufen glimpflicher -
der aus Fernsehkonsum geschaffene Zwangsheld wider Willen
endet durch Abschalten des Gerätes.
Für
einen Ausflug in die Schöpfungsgeschichte werden
nicht sieben Tage benötigt -
L'univers behandelt die Genesis in 2
1/2 Minuten, und dies, ohne den Menschen zu vergessen.
Bei solchem Tempo darf eine Reise um die Welt von
Madagaskar aus dann auch etwas
länger dauern, die Rückkehr zum vertrauten
Beton ist schließlich garantiert. Wieder zuhause,
ist Lob angesagt: Deutschland, echt
Spitze führt in einer rasanten Hymne die
vielen Vorzüge des Vaterlandes auf. Trotzdem kommen
universelle Erscheinungen nicht zu kurz: die
Melodie of Maladie widmet sich den
tatsächlichen und eingebildeten Kranken dieser Welt.
Ein sportliches Intermezzo in der wieder aktuell
gewordenen Variante Boxen zeigt einen Hauptdarsteller
Ingo Flamingo, der lieber die Seele
baumeln als die Fäuste schwingen läßt.
Les fêtes sans moi
verdeutlicht, daß Eigenliebe nicht überall
eine Schande ist; - sonderbar nur, daß gute Laune
immer woanders zu finden ist.
Sehr
individuell auch das Parfüm und
die Antwort auf die ungefragte Frage »Wie habe ich
meine Liebe immer bei mir?«. Ist sie dann aber da,
kann es heikel werden, wenn der Partner mit einem
unumwundenen »Würdest
du?!« Liebesdienste abverlangt; - mehr
dazu in diesem Warum-ba, dem Lied der Würde. Bei
soviel Alltagsschrecken sind die nächtlichen
Gespenster der Night of toc-toc nur
noch halb so schlimm, zumal sie sich in Form eines
Kinderliedes präsentieren. Nach dem melancholischen
Ausflug La nave va in künftige
ferne Erinnerungen endet die CD mit der Gegenwart:
Der Jogger treibt als modernes
Wanderlied Künstler und teilnehmende Hörer mit
dieser Fitneß-Lektion an den Rand der
körperlichen und geistigen Erschöpfung!
und
zu allem ist die Meinung der Kritik
Die
Zeit,
CD
der Woche:
Gesungener
Geschlechterkampf in deutscher Sprache, rauh und effektvoll
intoniert , eine Mischung aus Mireille Matthieu und Tom
Waits mit einer gehörigen Prise Dada. Punk-Gene im
Klangkörper, elegante Textfiguren, verblüffende
Bedeutungsverschiebungen, Spiel mit der Sprache, Spiel mit
den Sprachen: Polyglottes deutsches Liedgut.
Grotextmusik.
HiFi
exklusiv:
Songs, die mit hintersinnig skurrilen Texten, vertrackter
Rhythmik und einer atmosphärischen Aufnahme die
Bühne in den Kopf packen. Dadadada. Ein Gipfelpunkt
deutscher Liedkunst.
STADTMAGAZIN:
Wie
hört sich sauber durchgeknalltes
Grotext-Musik-Spektakel auf Platte an? Zu hören auf
»Pyjama Valley« von den Meistern des abgedrehten
Musiktheaters, Faltsch Wagoni. Textirrsinn mit Musik!
AUDIO:
Schräges
Musiktheater und Dada-Kabarett: Die CD sprüht vor
Wortwitz, Hintersinn, saftigem Humor.
WAZ:
Zum
Musikstil fehlt die passende Schublade, zur Beschreibung die
rechten Worte. Die haben Faltsch Wagoni desto mannigfacher:
Mal rappen sie sich mit der Verve einer A-Capella-Combo
durch makabere Szenerien, mal wird´s fast balladesk,
meist siegt das Augenzwinkern. Genial groteskes, munteres
Multikulti.
SR:
Witzig und imaginativ, mal düster und schwer, mal hip
und knallend. Eine gelungene Symbiose von Songs zwischen
gepflegter Nonchalance und unfertigem Roughmix,
zusammengehalten von textlicher Extravaganz, die den
wichtigen Mut zur Auseinandersetzung mit konventioneller
Musiktradition demonstriert.
FACHBLATT
Musikmagazin:
Ich
finde es einfach zu schwer, in diesen kurzen Zeilen mehr
über PYJAMA VALLEY zu schreiben, möchte aber
festhalten, daß hier ausgesprochen musikalische und
lyrische Talente am Werk sind, die eine herausragende Platte
gemacht haben.
Zu
den Kleinkunstpreisen
der Wagonis gibt es besondere Seiten...
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