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Die CD 2009 von
Susanne
Weinhöppel:
schmejchl un trern
Jiddische Lieder & Texte, Teil 2
Best.nr. kip 6037,
im NRW Vertrieb, Wismar
1. in jiddischn wort 3:01; 2. awreml marwicher 5:18; 3. kinderjoren 3:13; 4. dos kelbl 2:16; 5. di gefalene 4:59; 6. dort bajm breg fun weldl 3:43; 7. gisst she on 3:06; 8. ojfn wejg 3:57; 9. ich bin a jid 2:45; 10. schtil, di nacht is ojsgeschternt 2:43; 11. a maisse 3:35; 12. wi nemt men a bissele masl 4:04; 13. rabejnu tam 4:13; 14. unter di grininke bejmelech 3:49; 15. wu bistu gewejn 1:50; 16. acht mal acht 2:03 // Gesamtlaufzeit 54:35
In dem 36seitigen Begleitheft sind alle jiddischen Texte sowie deren deutsche Übersetzungen und viele weitere Informationen enthalten.
Über
die CD...
Jiddische Lieder ...
zum zweiten offeriert das Album „schmejchl un trern” der Münchnerin Susanne Weinhöppel. Nach dem Einstieg in die jiddische Kulturwelt mit „oif a sunigen wejg” rundet die Künstlerin mit dieser Einspielung die Aufarbeitung jiddischer Volksmusiktradition ab. Im Kontext mit dem Gesamtkonzept sind auch diese Titel behutsam neu arrangiert, instrumental und stimmlich einfühlsam interpretiert, entsprechen die Lieder jiddischer Musiktradition in zeitgemäßem Gewande. Diese Verbindung von Tradition und Moderne erklärt sich bei einem Blick auf die Vita der Künstlerin.
Die Nachfahrin von Richard Weinhöppel, des Mitbegründers der Elf Scharfrichter, begann ihre musikalische Ausbildung mit deutschen Volksliedern über Mozartopern hin zu Bachkantaten; das Klavier, später die Konzertharfe kamen dazu. Nach Konservatorium in München und Mozarteum in Salzburg entdeckte sie neben der Klassik die Neue Musik, pflegte Song und Chanson, verfasste eigene Texte und Lieder und komponierte Bühnenmusiken. Und für ein Album mit dem Thema „jiddische Musik” ist sicher bedeutsam, dass Susanne Weinhöppel selbst jüdisch ist, die angemessene Bearbeitung jiddischer Kultur ihr Anliegen. Nicht bloße Aufbereitung schöner Folklore als angenehme Unterhaltung, sondern auch die Einblicke in eine durch den Nationalsozialismus nahezu untergegangene Kultur sind das Ziel …
Mit herber Verspieltheit und melancholischer Ironie singt und erzählt Susanne Weinhöppel von der zerstörten Kultur der Juden im Osten Europas. Ihre Lieder handeln von deren Lebenslust, dem Kampf, aber auch von Trauer und Sehnsucht. Menschen und ihre Träume werden in der konkretesten aller Sprachen mit zarter Ironie und einer guten Portion jüdischen Humors geschildert, zeitlos aktuelle Gefühle und Erfahrungen der jiddischen Kultur mit dem Hauptinstrument Konzertharfe, aber auch mit anderen den Text umrahmenden Instrumenten stimmig vorgetragen.
Mit Texten von Gebirtig, Hofstein, Zeitlin, Witler und anderen bekannten oder unbekannten Dichtern und den Melodien wird die ganz eigene Welt des Jiddischen näher gebracht.
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